Wallmount Basketballkörbe

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Was zeichnet wandmontierte Basketballanlagen aus?

Im Unterschied zu In-Ground und portablen Systemen wird die Wandanlage direkt am Hallenmauerwerk oder an einer Stahlkonstruktion befestigt. Daraus ergeben sich drei zentrale Vorteile: Die Spielfläche bleibt vollständig frei, die Anlage benötigt keinen Bodenraum und der Korb steht dauerhaft normgerecht in Position. Voraussetzung ist eine tragfähige Wand oder eine geeignete Stahlunterkonstruktion – die statischen Anforderungen sollten vor der Montage durch einen Fachplaner geprüft werden.

Wandanlagen gibt es in zwei Grundausführungen: fest installiert mit definierter Ausladung oder klappbar, um die Anlage außerhalb der Trainingszeiten an die Wand zu schwenken und die Halle freizugeben.

Einsatzbereiche wandmontierter Basketballsysteme

Mehrzweck-Sporthallen 

In Hallen mit gemischtem Sportbetrieb – Basketball, Volleyball, Handball, Badminton – sind klappbare Wandanlagen die typische Lösung. Sie lassen sich für andere Sportarten aus dem Spielbereich schwenken und ermöglichen so eine optimale Flächennutzung. 

Schulen und Bildungseinrichtungen 

In Schulturnhallen werden Wandanlagen häufig als Hauptsystem an den Stirnseiten und zusätzlich als Querspielanlagen an den Längsseiten installiert. Klappbare Modelle erlauben Querspiel in zwei oder drei Feldern parallel. 

Vereine und Wettkampfhallen 

In Vereinshallen kommen Wandanlagen mit Sicherheitsglas-Backboard, großer Ausladung und elektrischer Höhenverstellung zum Einsatz. Sie bilden Wettkampfbedingungen ab und sind dauerhaft positioniert. 

Trainings- und Mehrfeldhallen 

Für Quertraining in größeren Hallen werden mehrere Wandanlagen längs entlang der Hallenwand montiert. Damit lassen sich parallel mehrere Trainingsgruppen oder Spielfelder betreiben.

Bauarten wandmontierter Basketballanlagen

Fest installierte Wandanlagen 

Die Anlage ist dauerhaft in Spielposition montiert. Vorteile sind die einfachere Konstruktion, geringerer Wartungsaufwand und ein niedrigerer Preis. Geeignet für Hallen, in denen Basketball die Hauptsportart ist. 

Klappbare Wandanlagen (manuell) 

Über einen Seilzug oder eine Kurbel lässt sich die Anlage an die Wand schwenken. Die Bedienung erfolgt manuell durch eine oder zwei Personen. Standardlösung in Schul- und Vereinshallen. 

Elektrisch klappbare Wandanlagen 

Hochwertige Wettkampfanlagen verfügen über einen elektrischen Antrieb mit Schlüsselschalter oder Funkbedienung. Damit lässt sich die Anlage komfortabel und sicher aus- und einklappen – besonders relevant bei hohen Decken und großer Ausladung. 

Höhenverstellbare Wandanlagen 

Für gemischtes Training mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sind höhenverstellbare Modelle sinnvoll. Die Verstellung erfolgt mechanisch oder elektrisch im Bereich von 2,60 m (Mini-Basketball) bis 3,05 m (Wettkampfhöhe).

Komponenten einer wandmontierten Basketballanlage

Wandbefestigung und Ausladung 

Die Wandkonsole überträgt die Lasten ins Mauerwerk oder in die Stahlkonstruktion. Die Ausladung – also der horizontale Abstand zwischen Wand und Korbring – liegt bei Schulmodellen meist zwischen 125 und 225 cm, bei wettkampfnahen Anlagen bei 225 cm und mehr. 

Backboard 

Standardmaterialien sind HPL (Hochdrucklaminat), Polycarbonat und Sicherheitsglas. HPL eignet sich besonders für Schul- und Vereinseinsatz, Sicherheitsglas liefert das beste Rückprallverhalten für Wettkampfbedingungen. 

Korbring und Netz 

Für intensives Training und Wettkampf empfehlen sich Breakaway-Ringe (Flexringe), die beim Dunking nachfedern und das Backboard schützen. Netze bestehen aus Nylon oder Kette – je nach Einsatzbereich. 

Antrieb und Sicherheitstechnik 

Elektrische Antriebe sollten über Notabschaltung, Endlagenschalter und Schlüsselbedienung verfügen. Sicherheitsseile zur Absturzsicherung sind bei klappbaren Anlagen in vielen Hallen Standard.

Worauf solltest du beim Kauf einer wandmontierten Basketballanlage achten?

  • Statik der Wand: Tragfähigkeit der Hallenwand bzw. Geeignetheit der Unterkonstruktion vor der Montage durch Fachplaner prüfen lassen.
  • Ausladung: Für Schuleinsatz ab 125 cm, für vereins- und wettkampfnahes Training 165 bis 225 cm oder mehr.
  • Bauart: Fest installiert für reine Basketballhallen, klappbar (manuell oder elektrisch) für Mehrzweckhallen.
  • Backboard-Material: HPL für robusten Schul- und Vereinseinsatz, Sicherheitsglas für höchste Spielqualität.
  • Norm und Sicherheit: Die DIN EN 1270 regelt Standsicherheit, Maße und Belastbarkeit von Basketballgeräten – maßgeblich für Schul-, Vereins- und öffentlichen Einsatz.
  • Höhenverstellbarkeit: Für gemischtes Jugend- und Erwachsenentraining sinnvoll, im reinen Wettkampfbetrieb verzichtbar.
  • Korbring: Breakaway-Ringe für intensive Vereins- und Wettkampfnutzung empfohlen. Antriebstechnik: Elektrische Klappanlagen mit Endlagenschaltern, Notabschaltung und Schlüsselbedienung für sicheren Betrieb.
  • Wartung und Service: Klappmechanismen und elektrische Antriebe sollten regelmäßig geprüft werden – ein Wartungsvertrag ist insbesondere für Vereine und Schulträger sinnvoll.

FAQ

  • Welche Wand eignet sich für eine wandmontierte Basketballanlage?

    Geeignet sind massive Wände aus Stahlbeton, Mauerwerk mit ausreichender Tragfähigkeit oder geeignete Stahlunterkonstruktionen. Die statische Eignung sollte vor der Montage durch einen Fachplaner geprüft werden, insbesondere bei großer Ausladung und elektrischem Antrieb.

  • Was ist der Unterschied zwischen festen und klappbaren Wandanlagen?

    Feste Anlagen sind dauerhaft in Spielposition montiert und bieten maximale Stabilität bei einfacher Konstruktion. Klappbare Anlagen lassen sich an die Wand schwenken und geben die Hallenfläche für andere Sportarten frei – die Standardlösung in Mehrzweckhallen.

  • Wie wird die Höhe verstellt?

    Höhenverstellbare Wandanlagen verfügen über einen mechanischen Kurbelmechanismus oder einen elektrischen Antrieb. Der Verstellbereich liegt typischerweise zwischen 2,60 m (Mini-Basketball) und 3,05 m (Wettkampfhöhe).

  • Welche Ausladung wird für Wettkampf benötigt?

    Für wettkampfnahes Training empfehlen sich 165 cm und mehr. Offizielle Wettkampfanlagen erreichen 225 cm oder mehr Ausladung, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zwischen Wand und Korbring zu gewährleisten.

  • Welche Norm ist für Wandanlagen relevant?

    Die DIN EN 1270 regelt im europäischen Raum Anforderungen an Basketballgeräte hinsichtlich Standsicherheit, Maße und mechanischer Belastbarkeit. Sie ist für Schul-, Vereins- und öffentlichen Einsatz maßgeblich.